SPD-Eintritt im hohen Alter

Der SPD-Ortsverein Schinkel konnte im Kommunal- und Bundeswahlkampf 2021 mehrere neue Genossinnen und Genossen begrüßen. Darunter Helmut Mittendorf, der im Alter von 92 Jahren den Weg in die SPD gefunden hat. Er ist damit eines der ältesten SPD-Neumitglieder bundesweit. Der rüstige Rentner mit Geburtsjahr 1929 wurde von der Ratskandidatin und Ortsvereinskassiererin Heidrun Achler geworben und brachte sich sogleich in die Parteiarbeit ein. „Auf eine Leiter kann ich nicht mehr so gut steigen, aber in meiner Garage habe ich eine große Auswahl an Leitern, die wir zum Plakatieren nutzen können“, so Mittendorf.

Helmut Mittendorf war immer SPD-nah und engagierte sich direkt nach dem 2. Weltkrieg bei den Falken in Dissen im Landkreis Osnabrück. Viele Jahrzehnte war er dann im Naturfreundehaus in Belm-Vehrte aktiv. „Nun wurde es Zeit, endlich in die SPD einzutreten.“ – Foto (v.l.): Dirk Koentopp (OV-Vorsitzender), Neumitglied Helmut Mittendorf und Heidrun Achler (OV-Kassiererin).

„Zwei aussem Schinkel“

Der SPD-Ortverein Schinkel bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wählern, die unseren Kandidierenden ihr Vertrauen geschenkt haben. „Ganz besonders freuen wir uns, dass mit Robert Alferink im Wahlbereich 1 und Jutta Schäfferling im Wahlbereich 2 zwei Ortsvereinsmitglieder im neuen Rat der Stadt vertreten sein werden. Beiden wünschen wir einen guten Start und stets ein glückliches Händchen bei allen politischen Enscheidungen“, so Dirk Koentopp, Vorsitzender der SPD Schinkel.

SPD Schinkel begrüßt Entwicklungen am Schinkelberg

„Der Breitensport im Schinkel kann von der vor wenigen Tagen bekanntgewordenen Nachricht, dass die Stadt Osnabrück an der Sportanlage an der Weberstraße mit dem Bau einers weiteren Rasenplatzes eine kurzfristige Lösung für die Profis des VfL Osnabrück anstrebt, massiv profitieren“, macht SPD-Ratskandidat Robert Alferink deutlich. Allerdings müsse bei der Höhe der veranschlagten Kosten stets die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden, so Alferink weiter. Dass diese aber bei kluger Planung gegeben sei, davon ist die SPD Schinkel überzeugt.

„Von der Investition in eine Rasenheizung unter dem Platz profitiert nicht nur der Drittligist, sondern nach dem Umzug an den endgültigen VfL-Standort auch die Amateurfußballer vor Ort“, so Dirk Koentopp, SPD-Vorsitzender im Schinkel. Vereine wie beispielsweise Blau-Weiß oder der TSV könnten in naher Zukunft dann früher in die Rückrunde starten. „Weniger wetterbedingte Spielabsagen würden auch die anderen städtischen Fußballplätze entlasten“, ist Koentopp überzeugt.

„Außerdem kommt die dadurch mögliche, ganzjährige Nutzung auch dem Schulsport entgegen“, ergänzt SPD-Ratsmitglied Heidrun Achler. „Gerade in der Pandemiezeit hat der Sportunterricht sehr stark gelitten. Hier Verbesserungen vor Ort für die Schülerinnen und Schüler, etwa von der Gesamtschule Schinkel, zu schaffen, ist klar zu begrüßen.“ Daher sei die Entscheidung für die Ertüchtigung der Sportanlage an der Weberstraße ein gutes Zeichen für den Schinkel.

„Das nennt man wohl Doppelmoral!“

Seit Monaten verbreiten die Kandidierenden und Ratsmitglieder der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) die Mär vom Niedergang des Marktes an der Lerchenstraße. „Dabei stand der Fortbestand des Marktes in seiner jetzigen Größe trotz der Planung einer Wohnbebauung am Boelckeweg nie in Frage“, so Robert Alferink, SPD-Vertreter im Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (StUA). Dies wurde auch in der Sitzung des StUA am 9. September nochmals parteiübergreifend deutlich. Und so stimmte die UWG auch „brav“ gegen einen Ausschluss der Bebauung und damit faktisch für den Bau.

So wählen Sie richtig!

Bei der Kommunalwahl am 12. September können Sie 3 Stimmen vergeben. Hierbei haben Sie mehrere Möglichkeiten: Sie können eine Gesamtliste wählen, kommulieren, Stimmen verteilen oder panaschieren. – Und bei der Oberbürgermeisterwahl haben Sie dann eine Stimme.

Wäldchen im Widukindland soll bleiben

In den vergangenen Wochen wurden die SPD-Ortsvereinsmitglieder immer wieder bei Hausbesuchen und Ständen darauf angesprochen, dass die Stadt immer mehr Naturflächen versiegelt. „Einige Beispiele dafür sind die Flächen an der Windthorststraße in Schinkel-Ost, am Schinkelbad und hier in Widukindland an der Erdbrinkstraße“, so Ratskandidatin Jutta Schäfferling aus dem Widukindland.

Zwischen Erdbrinkstraße und Rothertstraße soll eine Fläche mit vielen alten Bäumen gerodet werden, um maximal einem halben Dutzend Wohnungen Platz zu machen. „Das ist aus unserer Sicht skandalös“, zeigt sich Schäfferling erbost.

Um uns für die kommenden politischen Diskussionen über die dortigen Bauplanungen zu wappnen, bittet der SPD-Ortsverein Schinkel die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe: „Schicken Sie uns Ihre Meinung zur möglichen Bebauung auf dieser Fläche. Wir können Ihnen nicht versprechen, dass wir eine Bebauung erfolgreich verhindern können, aber wir werden uns dafür einsetzen!“

Gemeinschaftszentren personell gut aufstellen

„Die Belange unserer Kinder und Jugendlichen liegen mir insbesondere am Herzen und ich lebe sehr gerne in einem ‚bunten Stadtteil‘ mit Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Herkunft, verschiedener Fertigkeiten und Bedürfnisse“, so SPD-Ratsfrau Heidrun Achler. Diese Vielfältigkeit bedürfe tragfähiger, gut ausgestatteter Strukturen vor Ort, um Begegnungsmöglichkeiten zu eröffnen, die eine wesentliche Voraussetzung für die Integration und Teilhabe aller darstellten. 

„Ich setze mich daher dafür ein, dass über viele Jahre bewährte Gemeinschaftszentren wie der ‚Ostbunker‘ und das ‚Heinz-Fitschen-Haus‘ als Orte der Begegnung auch nach dem Wechsel der Einrichtungsleitungen entsprechend ihrer ursprünglichen Konzeption weitergeführt werden,“ fordert Achler. Dazu gehöre vor allem eine angemessene personelle Ausstattung!

Akzeptanz von Baustellen steigern

Die SPD Schinkel regt an, dass Baustellen besser gekennzeichnet werden. „Einschränkungen bei Zuwegungen und die mögliche Lärmbelästigung werden eher akzeptiert, wenn der Umfang und zeitliche Ablauf der Arbeiten leicht ersichtlich sind“, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dirk Koentopp.

Als negative Beispiele werden die Langzeitbaustellen an der Buerschen Straße, Kreuzstraße und der Weberstraße genannt. „Die direkten Anwohner hätten zu Beginn eine Information im Briefkasten vorgefunden. Aber betroffen seien ja auch alle, die die Wege zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Spazierengehen nutzen. „In anderen Kommunen weisen Banner an den Bauzäunen auf Art und Dauer einer Maßnahme hin“, beschreibt SPD-Ratsfrau Heidrun Achler. Ob die Kanalisation erneuert oder nur ein Glasfaserkabel verlegt wird, sei nicht nur interessant, sondern würde die Bürgerinnen und Bürger mehr einbeziehen.

„Einschränkungen im öffentlichen Raum werden natürlich nie Freude auslösen, aber meist als nötig erachtet, wenn deren Grund erkannt wird“, gibt Achler zu bedenken.  Kontakt zu den Stadtwerken und der Stadtverwaltung hat sie diesbezüglich schon aufgenommen. – Auf ihr Drängen werden die Zuwegungen an der Kreuzstraße nun eher freigegeben. Nur wenn der VfL spielt, bleibt es bei den derzeitigen Einschränkungen.

Wohnraum im Einklang mit der Umwelt

In den nächsten fünf Jahren stehen wir im Schinkel und in Osnabrück vor der großen Herausforderung, den Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum mit den unbestreitbaren Erfordernissen einer klugen Stadtklima- und Umweltpolitik zu verbinden. In Schinkel, Schinkel-Ost, Gartlage und Widukindland betrifft dies neben anderen Flächen aktuell besonders das Schinkelbad, die Flächen an der Ecke Windthorststraße/ Kahle Breite, das Grabeland zwischen Haster Weg und KME und das Wäldchen an der Erdbrinkstraße. – Kurz zusammenfassen kann man unsere Positionen zu den o.g. Projekten wie folgt:

  • Schinkelbad: Kein Wohnriegel auf dem Schinkelbadparkplatz; kein Bezahlpark, sondern eine frei zugängliche Grünanlage für alle; einzelne Punkthäuser, etwa auf dem Gelände der aufgegebenen Neuapostolischen Kirche ja.
  • Windthorststraße: Kleingärtner müssen erweitern dürfen; das Klimagutachten von GEO-Net muss umgesetzt werden, d.h. 50m breite unbebaute Schneisen für die Kaltluft zwischen den Gebäudeansammlungen; 1/3 weniger Fläche versiegeln, als bisher geplant.
  • Gartlage: Leistungszentrum (direkt neben KME) ja; Nachwuchsleistungszentrum (Grabelandflächen) nur dann, wenn die Flächen für alle Bürger offen sind und außer den Sportplätzen keine Versiegelung erfolgt; Gebäude sollen daher am Leistungszentrum neben KME integriert werden, so dass am Nachwuchsleistungszentrum keine Gebäude entstehen.
  • Erdbrinkstraße: Der Wald muss erhalten bleiben. Eine Bebauung ist somit nicht möglich.