Am 18. Februar war es wieder so weit: Die SPD-Ortsvereine Osnabrück-Nord und Schinkel luden zum Politischen Aschermittwoch ein. Im gut besuchten Saal der Gaststätte „Zum Laubenpieper“ kam schnell Stimmung auf, als der Schinkeler SPD-Vorsitzende Dirk Koentopp bei seiner Begrüßung humorvoll auf die lange Tradition der gemeinsamen Veranstaltung der Ortsvereine einging und freute sich, dass so viele Gäste auch aus der Dodesheide den beschwerlichen Weg auf den Schinkelberg gefunden hatten.
Die Aschermittwochsrede hielt dieses Jahr SPD-Ratsherr und -Oberbürgermeisterkandidat Robert Alferink. In seinen launischen Ausführungen setzte er den Schwerpunkt auf die Osnabrück Ratspolitik und schonte dabei auch nicht den Koalitionspartner: „Aber man kann den Grünen nicht vorwerfen, dass sie keine Agenda, keine Ideen hätten. Nicht immer gut, oft auch komisch, aber sie haben Ideen.“ Das unterscheide sie wohltuend von der CDU, deren meistgehörter Satz „ich kann mit der Verwaltungsvorlage leben“ sei. Natürlich ging Alferink auch auf die Bewertung der Oberbürgermeisterin ein: So schlecht habe sie es doch nicht gemacht, wäre ja im Vergleich mit ihrem direkten Vorgänger Wolfgang Griesert richtig, aber sollte nicht der Anspruch an das Amt sein. Der Neumarkt, der Radverkehr, die Wirtschaft – viel Gerede, wenig passiert. Und junge Osnabrückerinnen und Osnabrücker erkennten sie sowieso nur mit Pfannenwender auf Instagram. – Deshalb: „Die SPD muss stärkste Kraft im Stadtrat werden und den nächsten Oberbürgermeister stellen!“ so endete die Festrede, die mit langem Applaus bedacht wurde.

Nach einem reichhaltigen Grünkohl-Büfett mit großem Lob an Gastwirt Frank Meier und sein Team läutete Volker Witte, SPD-Vorsitzender Osnabrück-Nord, den zweiten Programmteil des Abends ein und ließ keinen Zweifel an der hohen Motivation für den Kommunalwahlkampf 2026: „Wir sind heiß wie Frittenfett und das spüren die anderen.“
Heiko Schulze, Osnabrücker Historiker und Buchautor, las aus den Erinnerungen von Christian Ude, Münchens ehemaligen Oberbürgermeister. Kritisch und humorvoll wurde dabei den Genossinnen und Genossen der Spiegel vorgehalten, in dem der Ablauf einer Ortsvereinssitzung dargestellt wurde. So mancher Gast erkannte sich und andere Protagonisten wieder. Damit war ein Thema für den geselligen Ausklang bis spät in die Nacht gesetzt und alle waren sich einig: Nächstes Jahr wieder!







